PPG Industries – Aktienanalyse

Bei meinem Vergleich von Chemieaktien habe ich festgestellt, das die drei bekanntesten Chemieaktien nicht unbedingt auch die besten Investments sind. Neben den drei bereits analysierten Aktien BASF, Dow Chemical und DuPont habe ich im Vergleich zwei weitere, weniger bekannte, Aktien begutachtet.

Die Aktie, um die es in der heutigen Analyse geht, heißt PPG Industries. PPG ist einer der größten amerikanischen Chemiekonzerne. Im Vergleich mit den Konkurrenten hat sich PPG am Besten geschlagen. Sowohl in Sachen Wachstum als auch bei den Rentabilitäts-Kennzahlen lag die Aktie auf Platz Zwei von Fünf. Bei keinem der fünf betrachteten fundamentalen Kennzahlen lag die Aktie von PPG Industries unter dem Durchschnitt.

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Chemieaktien – Branchenvergleich

Nach einigen Analysen zu einzelnen Chemieaktien steht heute ein Vergleich von Aktien dieser Branche an. Neben BASF, Dow Chemical und DuPont, die ich bereits analysiert habe, nehme ich noch PPG Industries und Eastman Chemical in die Gegenüberstellung auf.

PPG und Eastman Chemical sind große Chemieunternehmen aus den USA, dem größten Chemiemarkt der Welt. Ich habe mich für amerikanische Werte entschieden, da für diese erstens leichter Informationen zu finden sind. Außerdem ist mir bei den Einzelanalysen von Dow Chemical und DuPont aufgefallen, das diese in der Vergangenheit kein nennenswertes Wachstum generieren konnten. Grund genug, um in der zweiten Reihe nach Wachstum zu suchen. Hat sich der gesamte US-Markt schlecht entwickelt oder haben nur diese beiden Unternehmen Probleme.

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DuPont – Aktienanalyse

Nach den Analysen von BASF und Dow Chemical steht heute der Chemiekonzern  DuPont auf dem Programm. Hauptaugenmerk liegt hierbei wieder auf den Rentabilitätskennzahlen, da ich vorhabe eines der rentabelsten Chemieunternehmen, das ich finden kann, auf meine Watchliste zu setzen.

Um die zukünftigen wirtschaftlichen Vorteile der einzelnen Chemieproduzenten zu ermitteln, fehlt es mir an Branchenwissen. Stattdessen versuche ich, das Vorhandensein von Vorteilen anhand bessere Fundamentalkennzahlen zu ermitteln.

Wachstum bei DuPont

DuPont-Ergebnis-je-Aktie-2014b

Von 1999 bis 2003 verliefen die Geschäfte nicht sehr gut. Die Gewinne gingen rasend schnell zurück und 2002 und 2003 wurden rote Zahlen geschrieben. Schon auf den ersten Blick lässt sich erkennen, dass der Gewinn je Aktie von 1999 niemehr erreicht wurde. Dennoch lässt sich ab 2002 eine durchgehend positive Entwicklung erkennen.

1998 entschied man sich bei DuPont, das Erdölgeschäft abzustoßen. Dies sollte ursprünglich als Absicherung gegen Ölpreisschocks dienen. Zudem wurde zu diesem Zeitpunkt auch einiges an der Geschäftsstrategie geändert. Inwieweit damals Fehler gemacht wurden, ist für mich nicht mehr relevant. Seit 2004 war das Geschäft wieder profitabel und wuchs.

DuPont-Ergebnis-je-Aktie-2014a

Als Betrachtungszeitraum werde ich deshalb 2004 bis 2014 heranziehen. Der veränderte Betrachtungszeitraum verfälscht zwar das errechnete Wachstum, aber das machen die Sondereffekte um 1999 auch.

DuPont-Bilanz-je-Aktie-2014

Wachstum in den vergangenen 10 und 16 Jahren:
Eigenkapital 2,4 % 1,3 %
Gewinn 8,3 % -3,6 %
Operativer Kapitalfluss 0,8 % -1,5 %
Dividende 2,8 % 1,7%
Durchschnitt 3,6 % -0,5 %

Auch mit angepasstem Betrachtungszeitraum ist für mich eine Steigerung des Operativen Kapitalfluss (nach Abschreibung) um 0,8 % pro Jahr noch zu gering. Nichteinmal die Inflation konnte hier ausgeglichen werden.

Die Rentabilität von DuPont

Das minimale Wachstum resultiert eher aus dem geringen Umsatzwachstum, denn aus einer abnehmenden Rentabilität. Diese ist sehr stabil, wie sich aus folgenden zwei Diagrammen ablesen lässt.

DuPont-Gewinnrendite-2014

DuPont-Cashflowrendite-2014

Durchschnittliche Rentabilität in den vergangenen 16 Jahren:
EBIT-Marge 13,1 %
Eigenkaptialrendite 11,7 %
Gesamtkapitalrendite 8,7 %
Operativer Kapitalfluss / Umsatz 12,4 %
Operativer Kapitalfluss / Eigenkapital 37,2 %
Operativer Kapitalfluss / Gesamtkapital 9,5 %

Für ein kapitalintensives Geschäft sehen die Renditen gar nicht mal schlecht aus. Mein Augenmerk liegt hier vor allem auf den Renditen in Relation zum eingesetzten Gesamtkapital.

Finanzierung

DuPont-Zinsen-2014

Die Differenz zwischen Gesamtkapitalrendite und Schuldzins ist angenehm groß. Hier lässt sich mit dem Einsatz von Fremdkapital statt Eigenkapital ein gutes Geschäft machen.

Wie man aber am Zeitraum 2000 bis 2004 sehen kann, kann dieser finanzielle Hebel in schlechten Zeiten die Gewinne sehr schnell aufgefressen. Bei stabilem Geschäft kann so aber auch die Rendite bezogen aufs Eigenkapital stark gesteigert werden.

Aktuelle Kennzahlen zur Finanzierung
Eigenkapitalquote 26,7 %
Anlagenintensität 56,4 %
Anlagendeckungsgrad 1 47,4 %
Anlagendeckungsgrad 2 75,7 %
Dynamischer Verschuldungsgrad 2,9 Jahre

Grafiken zur Liquidität

DuPont-statische-Liquiditaet-2014

DuPont-dynamische-Liquiditaet-2014

Fazit zur Aktie

Kein Wachstum und bescheidene Liquidität. Die angekündigte Fusion mit Dow Chemical, der eine Aufspaltung in drei eigenständige Konzerne folgen wird, ist meiner Meinung nach das einzig richtige für diese beiden Chemieriesen. Aus eigener Kraft scheint wenig vorwärts zu gehen. Vielleicht werden hier die Karten neu gemischt und in einigen Jahren gibt es hier neue, vielversprechende Spieler im Chemiemarkt.

Vor der Fusion werde ich aber auf jedem Fall die Finger von der Aktie lassen.

Diese Analyse ist keine Kaufempfehlung. Der Erwerb der im Artikel angesprochenen Aktien ist hoch riskant und die Gefahr damit Geld zu verlieren, ist sehr hoch. Der Autor übernimmt keine Verantwortung für finanzielle Verluste oder seelische Schmerzen von Anlegern, die eine hier angesprochene Aktie erwerben. Der Artikel dient dazu Aktienkäufern, die dazu in der Lage sind selbst die Verantwortung für Ihre Anlageentscheidungen zu übernehmen, als Denkanstoß zu dienen. Vor einem Kauf sollte jeder Anleger die Aktie(n) selbst analysieren und sich eine eigene Meinung zu dieser/diesen bilden.

Verwendete Quellen

  • Geschäftsberichte des letzten Jahre
  • Internetauftritt des Unternehmens

Dow Chemical – Aktienanalyse

Der Kurzsturz der letzten Wochen hat mich von meiner Idee einer Investition in Chemieaktien abgelenkt. Stattdessen habe ich ein paar Internetaktien analysiert und einige Orders aufgegeben. Bis auf Amazon wurde bisher keine meiner Kaufaufträge ausgeführt. Bevor ich euch die anderen Internetaktien vorstelle, die ich versucht habe zu kaufen, komme ich heute zu den Chemieaktien zurück. Ohne Konkurrenten geprüft zu haben, hilft mir die BASF-Analyse nicht weiter, und ich kann keine Kaufentscheidungen treffen.

Wie in einem früheren Artikel angesprochen plant der Konzern Dow Chemical eine Fusion mit DuPont. Aufgrund dieser vielleicht anstehenden Fusion habe ich mich bereits entschieden hier keine Investition zu tätigen. Beide Unternehmen sind in etwa gleich groß und komplex, sodass eine Abschätzung der Erreichbarkeit der Ziele, meine Fähigkeiten bei Weitem übersteigt.

Nach meiner Erfahrung werden Synergieeffekte allerdings meistens nicht in dem Maße realisiert, in dem sie angekündigt werden. Mir geht es eher darum die Kennzahlen von BASF vergleichen zu können. Ob die Rentabilität unter- oder überdurchschnittlich ist, ist entscheidend für meine Investmentstrategie und kann nur durch die Analyse ähnlicher Chemieaktien geklärt werden.  Dow Chemical – Aktienanalyse weiterlesen

Finanzierungssituation aus Sicht eines Investors

Allein durch die Betrachtung von Eigenkapital, Fremdkapital und Liquidität, ist noch keine Beurteilung einer Finanzierungssituation möglich. Je länger die Mittel gebunden sind, desto langfristiger sollten sie auch finanziert sein.

Vorräte oder Forderungen müssen nur bis zum Eingang, der daraus resultierenden Kundenzahlung, finanziert werden. Geht es um die Beschaffung eines langfristigen Investitionsgutes, wird das Kapital für längere Zeit benötigt.

Sollte langfristig benötigtes Kapital nur kurzfristig finanziert sein, sind häufige Verhandlungen mit Kapitalgebern nötig. Sollte die Situation des Unternehmens zum Zeitpunkt der Verhandlung angespannt sein, kann es vorkommen, das eine Refinanzierung nicht mehr klappt.

In diesem Fall gerät das Unternehmen ernsthaft in Schwierigkeiten. Es muss auf die vorhandene Liquidität zurückgegriffen, werden um die Probleme zu meistern. Die hierfür relevanten Fundamentalkennzahlen habe ich in meinem Artikel zur Liquidität bereits beschrieben.

Im heutigen Artikel soll es darum gehen gar nicht erst in diese Situation zu kommen. Welche Kennzahlen helfen uns also bei der Einschätzung der Finanzierungssituation?

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Liquidität aus Sicht eines Investors

Eines der größten Risiken eines jeden Unternehmens ist die Insolvenz. Wenn die Liquidität nicht mehr ausreicht um die Gläubiger zu bedienen ist es mit dem besten Unternehmen und der besten Geschäftsidee schnell vorbei.

Allein in Deutschland geraten jeden Monat mehr als 10.000 Unternehmen in die unangenehme Situation Insolvenz anmelden zu müssen. Für uns als Aktionäre ist dann der Totalverlust nicht mehr weit entfernt.

Ob es noch einmal gelingt Kredite zu bekommen oder einen Kapitalerhöhung durchzuführen oder die Gläubiger auf Geld verzichten. Egal wie sich die Situation entwickelt, die Eigentümer haben wenig zu lachen.

Da wir versuchen mit unseren Investment Geld zu verdienen und nicht unser schwer verdientes Kapital verlieren wollen, gilt es solche Verluste so gut wie möglich zu vermeiden.

Damit ein Unternehmen nicht in die Situation gerät Insolvenz anmelden zu müssen, braucht es finanzielle Reserven und ausreichend Einnahmen.

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Finanzschulden aus Sicht eines Investors

Nachdem ich bereits die Bedeutung von Eigenkapital aus meiner Sicht erörtert habe, geht es in diesem Artikel um das genaue Gegenteil; Finanzschulden.

Um bessere Investments zu tätigen und um häufiger Gewinne als Verluste zu machen, ist es essenziell zu wissen welche form der Kapitalaufnahme für ein Unternehmen und seine Eigentümer, die Aktionäre, die bessere ist.

Leider kann man nicht einfach sagen Eigenkapital ist immer besser als Fremdkapital. Wie immer im Leben bringt ein Schwarz-Weiß-Denken selten etwas gutes hervor.

Uns als Aktionäre geht es um zwei Dinge. Den Fortbestand des Unternehmens und unseres Produktivkapitals und eine hohe Rendite. Zwischen diesen beiden  Zielen gilt es immer abzuwägen.

Schulden oder Eigenkapital aufnehmen, was ist besser?

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Priceline Group – Aktienanalyse

Nachdem ich euch gestern das Unternehmen Priceline Group mit seiner Geschichte und seinen Geschäftsfeldern kurz vorgestellt habe, wende ich mich heute den den Fundamentalen Kennzahlen des Unternehmens zu.

Anders als bei vielen anderen Internetaktien hat die Priceline Gruppe schon vor vielen Jahren die Gewinnschwelle erreicht. Somit lässt sich das Unternehmen auch relativ gut mithilfe der Werkzeuge der Fundamentalanalyse analysieren.

Wie bereits meinen vergangenen Aktienanalysen versuche ich von den Geschäftszahlen der Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen. Ich kann in der Branche keine großen Umbrüche erkennen und erwarte deshalb auch keine außergewöhnlichen Veränderungen bei den erwirtschafteten Margen.

Für weiteres Wachstum sollte es noch ausreichend Möglichkeiten geben. Die Mittelschicht in vielen Schwellenländern wächst und viele dort werden einen Teil ihres Einkommens für Urlaubsreisen ausgeben. In den Industrieländern ist man bereits Marktführer, was die Möglichkeit eröffnen sollte die Konkurrenz nach dem Prinzip der Internetunternehmen, „The Winner Takes It All.“, zurückzudrängen.

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Priceline Group – Unternehmensvorstellung

Seit einigen Jahren nutze ich regelmäßig das Buchungsportal booking.com um Hotelzimmer zu buchen. Ich hatte einige Male kontakt mit den Support von booking.com, wo mir immer sehr schnell und freundlich geholfen wurde. Erst nach einigen Jahren der Nutzung bin ich auf die Idee gekommen genauer über das Buchungsportal und das Unternehmen das dahinter steckt zu recherchieren.

Schnell bin ich darauf gestoßen, das booking.com zur Priceline Group gehört. Die Priceline Group betreibt mehrere Online-Reiseportale in Nordamerika, Europa und Asien. Da das Unternehmen auch an den amerikansichen Börsen gehandelt wird, ist es auch ein potentielles Investment für uns Aktionäre.

Die Plattform gefiel mir von Anfang an sehr gut. Hätte ich diese Recherche früher durchgeführt und eine gute Aktie vorgefunden, hätte ich an einer sehr steilen Wachstumsgeschichte teilnehmen können. In den letzten drei Jahren hat sich der Kurs des Unternehmens fast verdoppelt und in den letzten fünf Jahren gut vervierfacht. Und diese Kursgewinne habe ich mal wieder links liegen lassen.

Aufgrund dieser Geschichte möchte ich jeden Leser aufrufen in seinem Alltag immer noch solchen Gelegenheiten ausschau zu halten. Ein Unternehmen dessen Produkte wir gerne nutzen und in das wir auch investieren können, ist oftmals ein interessantes Investment. Hier in einer frühen Phase zu investieren kann riesige Gewinne bringen.

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BASF – Aktienanalyse

Nachdem ich in meinem gestrigen Artikel das Unternehmen BASF mit seiner Geschichte und seinen Geschäftsbereichen kurz vorgestellt habe, ist es heute an der Zeit sich mit den Geschäftszahlen zu befassen.

Mit der breiten Diversifikation, die BASF durch seine vielen verschiedenen Geschäfte im Chemiebereich erreicht, und den gesamtwirtschaftlich relevanten Produkten hat der Chemieriese bereits die erste Voraussetzung für ein Langfrist-Investment erfüllt. Es wird benötigt und ist nicht von einzelnen negativer Ereignissen klein zu bekommen.

Aber das allein macht noch kein gutes Investment aus. Als Aktionäre wollen wir Geld verdienen, Geld das BASF erwirtschaften muss um damit zu wachsen und den Rest als Dividenden ausschütten zu können. Da mir ein Blick in die Zukunft mangels Glaskugel nicht möglich ist, werde ich die einzigen belastbaren Zahlen analysieren. Die Geschäftszahlen der vergangenen Jahre. Ich sehe nur sehr wenige große Veränderung im Geschäft von BASF und gehe davon aus das die Zukunft hier sehr große Ähnlichkeiten mit der Vergangenheit haben wird. Einzig die Weltkonjunktur könnte das Chemiegeschäft belasten. Dieses Risiko ist allerdings bei fast jedem Aktien-Investment gegeben und bisher hat noch jede Krise früher oder später ein Ende gefunden.

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